Coaching Tipps für den Alltag – Onboarding als Einladung

Mit unserer Kollegin Sandra Weindorfer haben wir eine waschechte Mental Trainerin im Haus und möchten Sie gerne an Sandras wertvollen Tipps und Fachwissen teilhaben lassen.
Lassen Sie sich gern – wie auch wir es regelmäßig tun – von Sandras Empfehlungen inspirieren!
Sandras Tipp für den Alltag lautet heute: Onboarding als Einladung.
Ein neuer Job, ein neues Team, neue Abläufe – das Onboarding ist für neue Mitarbeiter natürlich eine Phase voller Chancen und auch voller Unsicherheiten.
Ein gelungener Start entscheidet oft darüber, wie verbunden, motiviert und wirksam neue Mitarbeiter ihren Weg im Unternehmen gehen. Fachliche Einschulung ist wichtig – aber sie ist nur ein Teil des Ganzen.

Wirklich erfolgreich wird Onboarding erst dann, wenn wir auch die emotionale, zwischenmenschliche und innere Ebene berücksichtigen.
Von Anfang an Klarheit schaffen:
Der Start ist oftmals überwältigend, denn durch viel zu viele Informationen verliert der Mitarbeiter sehr schnell den Blick für das Wesentliche. Prioritäten werden zu Beginn bereits falsch gesetzt und der Stress ist somit vorprogrammiert. Ein ordentlicher Einschulungsplan mit kleinen Zielen und klarer Kommunikation hilft beiden Seiten und der Mitarbeiter fühlt sich dadurch schnell sicherer.
Selbstvertrauen stärken:
Viele Menschen zweifeln in den ersten Wochen an sich selbst, habe ich das richtige Unternehmen gewählt, sind meine Vorgesetzen mit mir zufrieden, kann ich den Anspruch gerecht werden und passe ich eigentlich in das Team.
Stärken aktiv benennen und hervorheben, sind bereits in der Anfangsphase ein wichtiges Tun jeder Führungskraft.
Das sollte ein neuer Mitarbeiter in der Anfangsphase öfter hören: „Mir gefällt, wie strukturiert du arbeitest“, „Danke, dass du bereits so proaktiv mitarbeitest“, „Ich finde, du bringst eine wertvolle Perspektive in unser Team“, „Schön, dass du bei uns bist“.
Schneller in die Rolle hineinwachsen:
Das Gefühl zu bekommen, ich bin für die Abteilung ein wichtiger Baustein und darf echte Aufgaben übernehmen, bringt eine große Dynamik mit sich und lässt sofortigen Wachstum zu.
Die Führungskraft schafft Lernräume und gibt dem Mitarbeiter die Zeit und Erlaubnis, sich zu entwickeln. Die größte Wirkung ist die übertragene Verantwortung für tatsächliche Aufgaben, die geschickt und selbstverständlich dosiert von der Führungskraft eingesetzt werden. Den Mut auszusprechen, dass Fehler gemacht werden dürfen und Fragen jederzeit ihren Platz finden.
Teamdynamik verbessern:
Jeder neue Kollege setzt die Teamentwicklung in Bewegung und bringt neue Energie mit sich. Die gemeinsamen Werte sind besonders in der Kennenlernphase wichtig, um transparent zu sein sowie Stabilität und Halt zu geben. Verbindungen können ganz einfach durch aktive gemeinsamen Coffee Talks entstehen, indem man neue Kollegen bewusst mit einbezieht und Talk Themen vorgibt. zB.: „Was war für dich letzte Woche ein besonders guter Moment“, „Wer hat dir diese Woche besonders geholfen“, „Auf was freust du dich diese Woche am meisten“,…

Den Menschen willkommen zu heißen, ist für mich die Basis!
Denn Onboarding ist damit weit mehr als ein organisatorischer Prozess.
Es ist eine Einladung: Eine Einladung, Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten, Potenziale zu entfalten und gemeinsam eine Arbeitswelt zu gestalten, in der Vertrauen, Menschlichkeit und Professionalität Hand in Hand gehen.
Jeder Tag ist eine neue Chance.

